Dark Sky: Fortschritte bei bedarfsgesteuerter Nachtkennzeichnung

28.08.2019

Die nördliche Uckermark wird morgen Abend erstmals wieder etwas dunkler. Der Einsatz des Primärradarsystems Dark Sky macht es möglich. Am 29. August 2019 zwischen 20 und 22 Uhr werden im Umkreis vieler uckermärkischer Dörfer einige der roten Blinklichter an den Windenergieanlagen testweise ausgeschaltet.

bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung ENERTRAG Dark Sky

Dauerthal, den 28.08.2019. ENERTRAG und Dark Sky beginnen die Tests der bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung in der Uckermark. Das ist notwendig, damit zukünftig die Windenergieanlagen nachts nur noch bei tatsächlichem Bedarf blinken - nämlich nur dann, wenn sich ein Luftfahrzeug den Anlagen auf 4.000 m und in einer Höhe von 600 m nähert.

Die Einwohner von Carmzow, Casekow, Fahrenholz, Falkenhagen, Groß Pinnow, Güstow, Horst, Kleisthöhe, Kleptow, Klockow, Kunow, Kutzerow, Nadrensee, Neurosow, Rosow, Trampe, Wallmow, Wartin, Wendtshof und Woltersdorf bekommen einen ersten Eindruck, wie das funktioniert. Am Donnerstagabend werden die bereits angeschlossenen Windenergieanlagen zu Testzwecken dunkel geschaltet.

Dark Sky kann zu diesem Zweck jede Flugbewegung in 25 km Umkreis um jede der beiden Radarstationen erfassen, ihre Flugroute bestimmen und entsprechend bedarfsgerecht die Befeuerung der Anlagen einschalten, damit diese für die Piloten sichtbar werden. Für die Signalübertragung werden die vorhandenen Lichtwellenkabel zwischen den Anlagen sowie das Internet genutzt.

Das klingt einfach. Aber warum dauert es dann so lange? „Für die Weiterleitung der Signale werden bestehende Netze und Internetverbindungen genutzt. Durch die Vielzahl von Windenergieanlagen verschiedener Typen erfordert diese Aufgabe viele kleine Detaillösungen. Am Ende muss sichergestellt werden, dass das Signal der Radarsensoren innerhalb weniger Sekunden an allen angeschlossenen Befeuerungsanlagen ankommt. Mit unserem jetzt beginnenden Test prüften wir, wie gut das funktioniert“, so Thomas Herrholz, Geschäftsführer bei Dark Sky.

Im September beginnen dann die Testflüge der Deutschen Flugsicherung, um das Ganze unter realen Bedingungen zu prüfen. Sobald die ersten Tests bestanden sind, wird die Zahl der teilnehmenden Anlagen immer weiter erhöht, bis alle daran angebunden sind. Alle Betreiber von Windkraftanlagen können sich an das sichere Dark Sky anschließen.

„Wir arbeiten seit 20 Jahren daran, aber der Durchbruch kam erst jetzt, als es uns gelang, mit nur zwei Radartürmen ganze Landkreise zu erfassen. Damit wurde das System so günstig, dass es sich jeder Windmüller leisten kann“, antwortet darauf ENERTRAG-Vorstandsvorsitzender Jörg Müller. Ziel ist, die Akzeptanz für die Windenergie in der Bevölkerung und den Kommunen zu stärken.

Über uns

ENERTRAG erbringt alle Dienstleistungen rund um erneuerbare Energien. Wir führen Strom, Wärme und Mobilität in allen Lebensbereichen effizient zusammen. Als Energieerzeuger mit einer Jahresproduktion von 1,5 Mio. MWh im Bestand und einem Servicenetzwerk mit über 1120 Windenergieanlagen wissen wir dabei auch aus eigener Erfahrung, was für unseren Kunden wichtig ist. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in Europa vereinen unsere 540 Mitarbeiter alle Kompetenzen, die für erfolgreichen Betrieb und effiziente Instandhaltung, aber auch für bürgernahe Planung und zuverlässigen Bau von Energieanlagen und Netzen bis hin zu kompletten Verbundkraftwerken erforderlich sind. Wir sind immer eine Energie voraus – sei es bei Sektorkopplung, Beteiligungsmodellen oder bedarfsgesteuerter Nachtkennzeichnung.

Kontakt

ENERTRAG AG • Dr. Nadine Haase • Leiterin Unternehmenskommunikation • Tel.: +49 39854 6459368nadine.haase@enertrag.com
Dark Sky GmbH • Thomas Herrholz • Geschäftsführer • Tel.: +49 395 76658080the@dark-sky.com