Windindex
Wind ist eine erstaunliche Energiequelle: Über Jahrzehnte betrachtet ist das Windangebot äußert konstant und schwankt nur um wenige Prozent. In einzelnen Jahren kann der Ertrag von Windkraftanlagen dagegen um 30% schwanken, während stürmische Wintermonaten fünfmal höhere Erträge bringen als die sommerliche Sonnenzeit.
Zur besseren Beurteilung der Ertragslage von Windkraftanlagen dienen Windindizes. Sie sind das Verhältnis des Windangebotes eines einzelnen Monats- oder Jahreswertes zum langjährigen Mittelwert (z.B. 30 Jahre).
Liegt das Verhältnis der tatsächlichen Erträge von Windkraftanlagen zum Sollertrag über dem Windindex, bedeutet dies, dass die Anlagen langfristig wahrscheinlich mehr Strom produzieren, als geplant. Andernfalls ist es eher wahrscheinlich, dass die Planwerte nicht erreicht werden.
In der Praxis haben sich derzeit zwei Index-Modelle durchgesetzt.
1. Der Keiler-Häuser-Index
Dieser Index basiert auf Betriebsergebnissen hunderter Betreiber, die monatlich die reale Windernte ihrer Anlagen an die Ingenieurwerkstatt Energietechnik (IWET) melden. Die übermittelten Daten werden nach Regionen zusammengefasst. Aus den so vorliegenden Daten wird monatlich der Windindex für die jeweilige Region in Prozent ermittelt. Der Keiler-Häuser-Windindex stellt den Anteil des Windangebotes im jeweiligen Monat im Vergleich zum statistischen Normjahr dar.
2. Der IWR-Index
Der IWR-Windertragsindex für Leitregionen gibt für verschiedene Landschaftsräume an, wie die Erträge von Windenergieanlagen in einem bestimmten Jahr im Vergleich zu einem langjährigen Mittel einzuordnen sind. Der IWR-Windertragsindex für Regionen wird aus den tatsächlichen Energieträgen von Anlagen & Windparks berechnet, die an unterschiedlichen Standorten in der jeweiligen Region stehen (ähnlich wie der DAX-Index aus verschiedenen Einzelwerten).

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